Alles Wissenswerte rund um den Körper.

Woraus besteht ein Gelenk?

Gelenke bestehen in ihrem Grundgerüst aus Gelenkkopf und -pfanne, die wie zwei Puzzleteile aufeinander passen. Diese beiden Flächen sind von Knorpel überzogen. Zudem tritt zwischen ihnen ein Hohlraum auf, der mit Gelenksflüssigkeit oder – schmiere gefüllt ist, um einen Abrieb der Flächen aneinander zu verhindern. Umhüllt ist das Gelenk von einer straffen Bindegewebsschicht – der Kapsel – sowie von Muskeln und Sehnen. An Gelenken, die starken Belastungen ausgesetzt sind, wie zum Beispiel das Knie oder der Ellenbogen, sind zusätzliche Puffer zu finden – die mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Schleimbeutel. Diese Puffer sind dringend notwendig, denn je nach Bewegung kann die Kraft, die auf ein Gelenk ausgeübt wird, ein Mehrfaches des eigenen Körpergewichts sein. Wenn man beispielsweise bedenkt, dass bei einem nach unten gerichteten Sprung das Körpergewicht als 24-faches auf das Kniegelenk wirken kann, so wird klar, wie bedeutsam diese Puffer sind. Sie dienen dazu, Sehnen, Muskeln und Knochen zu entlasten. Sie hemmen den Druck, den eine Bewegung auslöst, denn diese Kraft muss immer wieder aufs Neue abgefangen werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass unterschiedliche Formen der Bewegung unsere Gelenke unterschiedlich beeinträchtigen. Beim einfachen Gehen beträgt die Kraft, die auf unsere Gelenke wirkt, beispielsweise nur die Hälfte des eigenen Körpergewichts. Welche Sorten von Gelenken und Bewegungsrichtungen gibt es?
Oft ist die Rede von „echten“ und „unechten“ Gelenken. „Unecht“ bezeichnet hierbei ein wenig bewegliches Gelenk. Gemeint ist, dass zwar eine Verbindung zwischen Knochen oder Knorpeln besteht, diese aber über keinen Hohlraum oder Puffer verfügen, sondern direkt miteinander verbunden sind. Sie sind somit weniger mobil, wie beispielsweise unsere Rippen, die sich bei der Atmung lediglich leicht auf und ab bewegen. Neben der Einteilung in „echt“ und „unecht“ werden Gelenke weiterhin in fünf Formen unterschieden, die jeweils eine andere Kombination von Bewegungsrichtungen ermöglichen:

  • Die Form des Kugelgelenks, die an der Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Hüfte zu finden ist, ist die beweglichste unseres Körpers. Hier sind Bewegungen in sechs Richtungen möglich.
  • Beim Eigelenk spricht dessen Name für seine Form. Zum Beispiel am Handgelenk zu finden, ermöglicht es neben dem Strecken, dem Beugen und dem seitlichen Drehen zusätzlich eine Rotation.
  • Weiter sind in unserem Körper Sattelgelenke zu finden. Die Gelenkpfanne liegt hier, vom Aussehen her wie ein Sattel auf einem Pferderücken, auf dem Gelenkkopf. Sattelgelenke sind so in vier Richtungen beweglich. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise ein Daumen kreisen, weil das Grundgelenk eine Beugung, eine Streckung und eine seitliche Bewegung ermöglicht.
  • Ein Scharniergelenk ist beispielsweise am Ellenbogen zu finden. Scharnier deshalb, weil es sich wie eine Tür in nur zwei Richtungen bewegen kann: auf oder zu, bzw. gestreckt oder gebeugt.
  • Nicht zuletzt gibt es die Zapfengelenke. Sie werden auch als Radgelenke bezeichnet, weil Gelenkkopf und -pfanne wie ein Rad auf einer Achse miteinander verbunden sind. Daher sind nur Drehbewegungen möglich, wie
    zwischen unseren Unterarmknochen Elle und Speiche.

Muskeln – Die Arbeit der Muskeln.

Der menschliche Körper besitzt mehr als 650 Muskeln, alleine 50 davon befinden sich in unserem Gesicht. Zusammen mit den Knochen, Gelenken, Sehnen und Bändern bilden sie den Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen. Muskeln dienen grundsätzlich dazu, Teile des Körpers in Bewegung zu versetzen. Dabei sitzt die Muskulatur nicht nur am Knochen, sondern arbeitet auch in Organen wie dem Herzen oder der Lunge.
Welche Arten von Muskeln gibt es?
Man unterscheidet im menschlichen Organismus in „quergestreifte“ und „glatte“ Muskulatur. „Quergestreifte“ Muskeln sind als Skelett- und Herzmuskulatur aktiv, während die „glatte“ Muskulatur beispielsweise an der Verdauung beteiligt ist. Sehnen verbinden Muskeln mit unseren Knochen und können durch Nervenimpulse gesteuert werden. Sie erhalten so den Befehl sich entweder zusammenzuziehen oder sich wieder zu entspannen. An einem Lächeln sind beispielsweise bis zu 17 Muskeln beteiligt. Um Hände und Finger bewegen zu können, benötigen wir etwa 30 verschiedene Muskeln. Der größte Muskel im menschlichen Körper ist der Gesäßmuskel, er steuert die Bewegung unserer Beine. Mit einer Größe von nur 0,3 Millimeter ist der Steigbügelmuskel in unserem Ohr hingegen der kleinste.

Sehnen und Bänder.

Sehnen und Bänder an unseren Gelenken dienen dazu, den Körper zu halten und zu bewegen. Zusammen mit den Knochen, Muskeln und Gelenken bilden sie den Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen. Auch wenn Sehnen und Bänder im alltäglichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet werden, haben sie doch ganz unterschiedliche Funktionen innerhalb unseres Körpers: Während die Sehnen Knochen mit Muskeln verbinden, benötigen wir Bänder um unsere Gelenke zu sichern und zu bewegen.

Unsere Muskeln allein können also unser starres Skelett nicht bewegen, dazu sind auch unsere Sehnen und Bänder nötig. Nur so kann die Kraft unserer Muskeln in gesteuerte Bewegung umgewandelt werden und uns im Alltag vorwärts bringen

Knochen – Die Arbeit der Knochen.

Unser Skelett muss bei unterschiedlichsten Bewegungen vielen Belastungen standhalten können. Der Oberschenkelknochen als größter Knochen des menschlichen Körpers kann erstaunliche 1,500 Tonnen tragen. Neben dieser Druckbelastung können unsere Knochen auch Zugkräfte und Biegungen abfangen. Aufgrund ihrer einzigartigen Struktur und Zusammensetzung sind sie sehr stabil und gleichzeitig äußerst elastisch.

Knochen oder Knochengewebe sind prinzipiell in die Kategorie der Stütz- und Bindegewebe einzuordnen, auch wenn sie eine besonders harte, bzw. stabile Form dieser darstellen. Übrigens: Zähne zählen nicht dazu, sondern bilden eine ganz eigene Gewebsart. Unser Körper besteht aus ca. 206 Knochen; einen genauen Wert anzugeben ist nicht möglich, weil jeder Mensch über eine andere Anzahl an Kleinknochen in Wirbelsäule, Hand oder Fuß verfügen kann.

Knochen verfügen weiter über einen hohen Mineral- oder Salzgehalt, vor allem Calcium. Da Salze selbst aus einem harten Material bestehen, macht dieser Gehalt die Festigkeit aus und ermöglicht den Druckwiderstand.

Für die verschiedenen Formen der Belastungen, denen wir unseren Körper aussetzen, ist jeder Knochen so aufgebaut, dass er eine ganz bestimmte Art der Bewegung abfangen kann. Jeder Knochen hat somit seine eigene Funktion in der
herausragenden Planung der Anatomie unseres Körpers. Als wahre Multitasker üben Knochen außerdem einen Schutz von innen heraus aus. Der Brustkorb beispielsweise bildet ein Schutzschild um unser Herz und die Lunge, der Schädelknochen hingegen liegt als starke Festung um unser Gehirn. Knochen dienen zudem der Kraftweiterleitung bei Bewegungen und nicht zuletzt werden die roten Blutkörperchen im Knochenmark produziert.

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