Kniegelenk – gut zu wissen!

Das Kniegelenk verbindet die beiden längsten Knochen Ihres Körpers – den Oberschenkelknochen und den Schienbeinknochen. Ein ausgeklügeltes System aus Knochen, Bändern, Sehnen und knorpeligen Strukturen ermöglicht es Ihnen, aufrecht zu stehen und zu gehen. Die Bewegung Ihres Knies ist eine Kombination aus Rollen und Gleiten. Die Streckung des Gelenks wird von der Oberschenkelmuskulatur, die Beugung zusätzlich von der Unterschenkelmuskulatur ermöglicht.

Bestandteile des Knies:

Menisken
Ihr Innen- und Außenmeniskus befinden sich zwischen Oberschenkelknochen und Schienbeinknochen. Sie sind halbmondförmige, knorpelige Strukturen und dienen als Stoßdämpfer für das Kniegelenk. Aufgrund ihrer besonderen Formgebung vergrößern sie die Auflage der beiden Gelenkflächen im Knie.

Bänder und Sehnen
Ihre Bänder und Sehnen sind für die exakte Führung zuständig und stabilisieren zusammen mit der Muskulatur das Kniegelenk. Das innere und äußere Seitenband sorgen für die seitliche Führung, während das vordere und das hintere Kreuzband das Knie nach vorne und hinten stützen. Die Kniescheibensehne führt die Kniescheibe.

Kniescheibe
Die Kniescheibe (Patella) überträgt die Kraft vom Oberschenkel zum Unterschenkel. So kann Ihre vordere Oberschenkelmuskulatur auch im gebeugten Zustand des Knies die Kraft günstig auf den Unterschenkel weiterleiten und das Bein wieder strecken. Direkt an der Oberseite der Kniescheibe setzt die große vordere Oberschenkelmuskulatur mit der Kniescheibensehne an. Am unteren Ende beginnt die Kniescheibensehne am vorderen Schienbeinknochen.

Typische Kniebeschwerden und wie diese entstehen:

Kniegelenkarthrose
Zu den häufigsten Erkrankungen des Kniegelenks zählt der Verschleiß der Gelenkflächen (= die Abnutzung des Gelenkknorpels). Die Folgen sind Entzündungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Instabilitäten im Kniegelenk. Eine Kniegelenkarthrose kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Übergewicht, Fehlbelastungen, X- oder O-Beine, Verletzungen des Kniegelenks oder eine chronische Entzündung im Gelenk.

Meniskusschädigung
Ursache für die Schädigung der Menisken ist häufig ein Unfall, z.B. beim Sport oder Skifahren: Bei unwillkürlicher, zu starker Beugung oder Streckung werden die Menisken oft eingeklemmt, was in Verbindung mit einer Drehung zum Einreißen bzw. Abreißen der Menisken führen kann. In schwierigen Fällen hilft dann oft nur eine Operation. Aber Menisken können auch verschleißen. Das hat seine Ursache meist in einer dauerhaften Überlastung. Profisportler sind häufig betroffen, aber auch Fliesenleger und Gärtner, die ihren Beruf überwiegend im Knien ausüben.

Verdrehung des Knies (Distorsion)
Die Verdrehung des Ober- und Unterschenkels in entgegengesetzte Richtungen kann zu Dehnungen der Bänder und der Gelenkkapsel führen. Bei extremen Verdrehungen reißen die Kreuz- und Seitenbänder. Auch die Menisken und Gelenkknorpel werden dadurch geschädigt.

Kreuzbandriss
Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist die häufigste Form von Bandverletzungen im Knie. Ursache ist meist eine unfreiwillige starke Verdrehung des Knies im gebeugten Zustand (nach außen/unter Belastung). Skifahrer und Fußballer sind häufig betroffen. In schlimmeren Fällen kann es sogar zu einer Mehrfachschädigung im Knie kommen – mit Kreuzbandriss, Meniskusschaden und Seitenbandriss.

Patellaspitzensyndrom
Ein Patellaspitzensyndrom tritt auf, wenn die Kniescheibensehne überlastet wurde.

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